New York Logbuch #5

Die letzte Septemberwoche in New York brach über mich herein wie ein Platzregen – und das bei so hohen Temperaturen und so wenig Niederschlag!

Während ich ein letztes Mal Seminare Besuche, zwischendurch in den großen Museen abtauche, Live Recordings von Podcasts besuche und immer wieder stundenlang Welcome to Nightvale-Episoden hörend durch die Stadt streife, realisiere ich, dass ich natürlich nicht ansatzweise „durch“ sein werde mit ihr. Aber wer möchte das schon gern?

Jedes Mal, wenn ich am Trump Tower vorbei laufe, demonstrieren da übrigens Leute, Mario Barth.

Wie ein echter New Yorker besuche ich den Comedy Cellar genau einen Abend zu spät (also nicht hier), aber wenigstens geht es Daniel Kehlmann genauso. Doch in die besten Erlebnisse stolpert man hier eben ungeplant, etwa in eine Eröffnungsveranstaltung des New York Film Festivals oder über den rosa (ja, nicht roten) Teppich einer Premiere des New York City Ballet.

Aufgrund der zeitlichen Entfernung, die mit jeder Sekunde, auch im Verfassen dieses Artikels, wächst, beschließe ich jetzt, meine letzten Eindrücke in Listen festzuhalten.

Was ich an New York vermissen werde:

  • Mandelmilch. Anywhere.
  • Die silbern blitzende U-Bahn.
  • Die mitgehörten Dialoge auf der Straße, die klingen wie aus einer Sitcom.
  • Darling genannt werden.
  • Gut Essen, an jeder Ecke.
  • Filmkulissen, auch an jeder Ecke.
  • All die Gegensätze, das Auf und Ab.
  • Warme, knusprige Bagel, dick mit Dill-Frischkäse bestrichen.
  • Die Stimmen von – wirklich – überall. Bis jetzt.
  • Die (wenn auch oberflächliche) Offenheit, Neugier und die sehnsüchtigen Blicke, wenn ich sage, dass ich aus Berlin komme.
  • Das Sich-Verlaufen in den Gängen des Strand Book Store.
  • Die Aussicht beim Fahren mit der Metro über die Manhattan Bridge.

 

Was ich an New York nicht vermissen werde:

  • Das missliche Verhältnis von der Temperatur auf dem Bahnsteig und in der Bahn.
  • Den Gestank.
  • Das Nichtvorhandensein normalen Geschirrs und Bestecks.
  • Das Leitungswasser.
  • Sehr reiche Leute, die sehr arme Leute sehr schlecht behandeln.
  • Plastikbeutel.
  • Oreos in allen Regenbogenfarben.
  • Avocadotoast.
  • Aus Marmor gemeißelte Indianerfiguren (come on, people).
  • Nach meinem Ausweis gefragt werden.
  • Ma’am genannt werden.
  • Klimaanlagen.
  • Klimaanlagen.
  • Klimaanlagen.

 

Hatschi allerseits.

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